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Zur Geschichte der Gemeinde

Die Evangelisch-methodistische Kirche entstand im 18. Jahrhundert aus einer Erneuerungsbewegung in der anglikanischen Kirche, ausgehend von den Brüdern John und Charles Wesley. Sie bemühten sich um einen konsequenten Lebensstil, der Gebet und Bibelstudium sowie soziales Engagement gleichermaßen einschloss. Die ersten deutschen Gemeinden bildeten sich zwischen 1830 und 1850 durch Rückkehr aus England und vor allem aus Nord-Amerika.

Seit 1872 fanden in Bockau auf Initiative von Adolf Weigel die ersten methodistischen Zusammenkünfte statt. Anfangs handelte es sich dabei um einen Aufbruch innerhalb der Evangelischen Landeskirche. Man traf sich in Privatwohnungen, um gemeinsam in der Bibel zu lesen, zu beten, zu singen und miteinander Erfahrungen und Sorgen zu teilen und im Gebet vor Gott zu bringen. Wie z. B. bei Georg Gläser, Schneeberger Straße 9 (Bild links) oder im Haus von Oskar Bauer, dem jetzigen Haus der Magister Georg Körner Gesellschaft e.V. (Auer Weg 13).

Außenstehenden waren diese Versammlungen zunächst suspekt und ärgerlich. Es gab mancherlei Anfeindungen bis hin zu handgreiflichen Übergriffen. Dennoch wuchs die kleine Gruppe beständig – innerlich an Glaubensgewissheit, äußerlich an Zahl.
1884 wurde im Wohnhaus von Friedrich Hofmann (Bild oben Mitte; heute Bruno Weisgerber, Lutherstraße 29) ein größerer Versammlungsraum eingerichtet und 1892 ein neuer Predigtsaal für die nun mehr selbständige methodistische Gemeinde eingeweiht. Bald wurde auch hier der Platz zu klein. So finanzierte der Bauunternehmer Friedrich Hofmann 1902 aus eigenen Mitteln eine neue Kapelle in der Schwarzenberger Straße 3 (Bild oben rechts; Dörfelthaus), die der Gemeinde 26 Jahre lang als Ort für Lob und Anbetung, Gottesdienst und Unterricht, Bibelstunden und Chorübungen diente.

1928 wurde schließlich die heute, weitaus größere Kirche in der Feldstraße 2 erbaut (Bild links), die Christus-Kirche, mit angrenzendem Wohnhaus für die Familien von Gemeindepastor und Hausmann.

Unsere Kirchgemeinde in Bockau bildet seit 1928 gemeinsam mit der Albernauer Gemeinde einen Gemeindebezirk, zudem insgesamt etwa 310 Kirchenglieder, 110 Kirchenangehörige und 50 Kinder gehören. Eine zentrale Stellung im Leben der beiden Gemeinden nehmen die sonntäglichen Gottesdienste mit Kindergottesdienst ein. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Aktivitäten, deren Spannbreite vom persönlichen Glaubensgespräch und Gebetsgemeinschaft bis hin zu sozialem Engagement reicht. Dazu gehören Kinder- und Jugendarbeit, verschiedene Chöre und Musikgruppen (Sänger, Blechbläser, Flöten), Frauen- und Ehepaarkreise, Bibelstunden, Hauskreise, eine Kontaktgruppe für Asylbewerber und die Aktionsgruppe „Eine Welt“.

Unsere Gottesdienste und Veranstaltungen sind keine „geschlossenen Gesellschaften“, sondern offen für alle, Glaubende, Interessierte und Gäste. Jeder ist herzlich willkommen!

Pastorenfamilien in der neuen Kirche ab 1928

1928 - 1934Willy Ostermeyer
1934 - 1939Arthur Voigt
1939 - 1942Arthur Voigt (Zwickau)
1942 - 1954Alfred Uhlmann
1954 - 1960Ewald Böttger
1960 - 1972Siegfried Weigel
1972 - 1986Konrad Jordan
1986 - 1997Harry Windisch
1997 - 2006Friedemann Hauff
2006 - 2014Mitja Fritsch
ab 2015Stephanie Hallmann
ab 2018Carsten Hallmann
ab 2019Heidrun Hertig